Das Pfarrhaus

Als der erste Pfarrkurat Hans Joachim Nicol, der sich in Anspielung auf die beiden zur Pfarrkuratie gehörenden Gemeinden Altenbach und Wilhelmsfeld gerne im Spaß als alter, wilhelminischer Bach- und Feldpfarrer bezeichnete, im Jahr 1960 nach Wilhelmsfeld kam, fand er noch kein Pfarrhaus vor und wohnte deshalb bei der Malerfamilie Ludwig Ehret zur Miete. Erst als die Gemeinde Altenbach ein neues Gotteshaus erhielt, wurde auch in Wilhelmsfeld im Jahre 1962 ein Pfarrhaus neben der Kirche errichtet.

Da die Altenbacher Kirche eine neue Orgel erhielt, stellte die Orgelbauanstalt M. Weise aus Plattling/Niederbayern der Altenbacher Gemeinde bis zur Fertig­stellung des neuen Instrumentes ein Orgelpositiv mit vier Registern zur Ver­fügung. Dieses Orgelpositiv wurde auf Anregung von Pfarrer Nicol anschließend von der Gemeinde Wilhelmsfeld übernommen. Es ersetzte das bis dahin für die Be­gleitung des Gemeindegesangs benutzte Harmonium und wird noch heute zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste benutzt. Unter Pfarrer Nicol wurde auch die aus dem 15. Jahrhundert stammende Solothurner Madonna erworben. Sie zierte den Marienaltar in der neugotischen Kapelle, deren Ausstattung mit einem dreiflügligen, gotisch nachempfundenen Flügelaltar und zwei Seiten­altären von nicht allzu großem künstlerischen Wert war. Noch heute steht diese Madonna an gleicher Stelle wie früher, in einer Mauernische der 1974 umge­bauten und erweiterten Kirche, während das alte, plastische Altarbild, das eine Abendmahlsszene zeigt, zunächst in der Sakristei seinen Platz fand. Heute ist auch dieses Erinnerungsstück an die Ausstattung der alten Kapelle in den Kir­chenraum mit einbezogen worden und bildet den Mittelpunkt einer kleinen Andachtsnische unter den Stufen, die zur Empore führen.